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| Information zu den Zielgebieten |
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| CAJAMARCA |
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| ► Cajamarca |
Cajamarca hat drei Voraussetzungen dafür, daß eine Reise dorthin unvergeßlich bleiben wird: die herrliche Architektur aus der Kolonialzeit, die außergewöhnlichen Landschaften und eine reichhaltige Geschichte. Hier spielten sich einige Ereignisse ab, die von größter Bedeutung für die Geschichte des amerikanischen Kontinents waren: Hier wurde der Inka Atahualpa vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro gefangen genommen und später trotz Zahlung des vereinbarten Lösegeldes ermordet. Anschließend entwarfen die Eroberer die Stadt nach ihren aus Spanien stammenden Mustern. Noch heute sind aus der Kolonialzeit viele Gebäude erhalten: der Dom, die Kirchen San Francisco, Belén und Recoleta, daneben aber auch alte Herrenhäuser und andere Monumente. Von hier aus kann man viele Ausflüge unternehmen: zum Ort Baños del Inca mit den dort zutage tretenden Thermalquellen, in denen der Inka bei langen Reisen rastete; nach Ventanillas de Otuzco, eine Anlage mit in den Felsen gehauenen Grabstätten; nach Cumbemayo, ein Ort in einer herrlichen Landschaft, wo man ein Meisterwerk der Wasserbaufachleute aus der Zeit vor dem Inkareich bewundern kann, dessen Wasserkanäle noch heute genutzt werden können; zur alten Hacienda La Colpa, wo die Kühe auf Zuruf ihres Namens zum Melken kommen; nach Kuntur Wasi, einen zeremoniellen Zentrum aus der Zeit um 1100 vor Christus. Im Museum vor Ort kann man die ältesten aus Gold gefertigten Objekte aus Amerika bewundern; zur Farm Granja Porcón, eine Kooperative, die sich der Landwirtschaft und der Viehzucht widmet. Die Farm liegt mitten in einem gewaltigen Kiefernwald und man kann hier einen Tag auf dem Land verbringen, den kleinen Zoo mit Vikunjas, Rehwild, Wildkatzen, Affen und Adlern besuchen, oder auch einfach die hiesigen Milchprodukte kaufen oder die Landschaft genießen. Nützliche Informationen - Cajamarca.
Nützliche Informationen - Cajamarca
Höhe
Hauptstadt: Cajamarca (2720 Meter über dem Meeresspiegel). Minimal: 400 Meter über dem Meeresspiegel in Nanchoc. Maximal: 3590 Meter über dem Meeresspiegel in Hualgayoc.
Klima
Das Klima der Stadt Cajamarca ist gemässigt und halb trocken. Die durchschnittliche Jahreshöchsttemperatur liegt bei 22°C und die Jahrestiefsttemperatur bei 5°C. Die Regenzeit beginnt im Oktober und dauert bis zum Monat April.
Anreise
Landweg Lima-Trujillo-Cajamarca: 870 km auf der nördlichen Panamericana (13 Stunden mit dem Bus). Luftweg Regelmässige Linienflüge von Lima nach Cajamarca (1 Stunde 15 Minuten).
Entfernungen Von Der Stadt Cajamarca Zu Den Orten:
Cajabamba (Provinz Cajabamba) 125 km / 4 Stunden. Celendín (Provinz Celendín) 107 km / 5 Stunden. Chota (Provinz Chota) 152 km / 8 Stunden. Contumazá (Provinz Contumazá) 129 km / 4 Stunden. Cutervo (Provinz Cutervo) 219 km / 9 Stunden und 30 Minuten. Bambamarca (Provinz Hualgayoc) 119 km / 6 Stunden. Jaén (Provinz Jaén) 559 km / 11 Stunden. San Ignacio (Provinz San Ignacio) 666 km / 13 Stunden. San Marcos (Provinz San Marcos) 64 km / 1 Stunde. San Miguel de Pallaques (Provinz San Miguel) 141 km / 4 Stunden und 30 Minuten. San Pablo (Provinz San Pablo) 108 km / 3 Stunden. Santa Cruz de Suncchubamba (Provinz Santa Cruz) 210 km / 10 Stunden.
Anschriften:
Flughafen
Armando Revoredo Iglesias. Carretera Cajamarca, Otuzco, km 3. Tel. (076) 82-2523. Öffnungszeiten: Mo-So 06:00-18:00
Überlandfahrten
Derzeit gibt es keine Busbahnhöfe im Ort. Die Mehrzahl der Busunternehmer hat ihren Sitz jedoch in den folgenden Strassen: Av. Atahualpa 2. und 3. Block, und Av. Independencia 2. und 3. Block.
Gesundheitsversorgung
Cajamarca: Hospital Regional. Av. Mario Urteaga 500. Tel. (076) 82-2414 / 82-3864 / 82-8807. Betreuung: 24 Stunden. Jaén: Hospital General de Jaén. Prolongación Huamantanga ohne Nummer. Tel. (076) 73-1268. Betreuung: 24 Stunden. Chota: Hospital Sub Regional José Soto Cadenillas. Jr. Exequiel Montoya 718. Tel. (076) 84-113. Betreuung: 24 Stunden.
Polizeiwachen
Sub Región PNP. Jr. Amalia Puga ohne Nummer, Cajamarca. Tel. (076) 82-5572 / 82-3438 / 82-2941 / 82-2832. Betreuung: 24 Stunden.
Märkte Für Kunsthandwerk
Die Mehrzahl der Geschäfte, die Kunsthandwerk anbieten, liegt in der Stadt Cajamarca in folgenden Strassen: Jr. Del Comercio, 10. Block. Jr. Dos de Mayo, 3. Block. Jr. Belén, 7. Block.
Post Serpost
Jr. Amalia Puga 778, Cajamarca. Tel. (076) 82-4065.Öffnungszeiten: Mo-Sa 8:00-21:15, So 8:00-15:00.
Information Für Touristen
Nationale Turismuskammer www.go2peru.com Regionalregierung de Departaments Cajamarca www.regioncajmarca.gob.pe Iperú, Der Informations- und Hilfsdienst fur Touristen |
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| ► Provinz Cajamarca |
Catedral de Cajamarca oder Iglesia Matriz Santa Catalina (der Dom)
Jr. Cruz de Piedra ohne Nummer, Plaza de Armas. Öffnungszeiten: Mo-So 8:00-11:00 und 18:00-21:00.
Mit einer königlichen Anweisung vom 26.12.1665 wurde die Einrichtung einer spanischen Kirchengemeinde in der Stadt Cajamarca angeordnet. Daraufhin wurde eine Kirche auf dem Gelände des ehemaligen Gerichtsgebäudes errichtet, die dann später im Jahr 1682 zum Dom geweiht wurde. Das Gebäude ist ein typisches Beispiel für den peruanischen Barrock, mit einer sehenswerten harmonisch gestalteten Fassade mit Säulen, Simsen und sorgfältig gearbeiteten Mauernischen. In den drei Kirchenschiffen sind der Hauptaltar und die Kanzel sehenswert, die beide aus Holz geschnitzt und mit Blattgold veredelt wurden.
Die Kirche Iglesia San Francisco (ursprünglich “San Antonio” genannt)
Jr. Dos de Mayo. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00-12:00 und 16:00-18:00. Diese Kirche wurde im Jahr 1699 aus Felsen vom Berg Cerro Santa Apolonia und den bereits bearbeiteten Steinen, die aus dem unter dem Namen "Casa de la Sierpe" bekannten Haus entnommen wurden errichtet. Dieses Haus stammte aus dem Besitz des Cacique (Dorfvorsteher) de Cajamarca, mit Namen Don Calixto Astopilco. Im Jahr 1952 wurden unter dem Hauptaltar der Kirche verschiedene Katakomben entdeckt, in denen die sterblichen Überreste von zahlreichen Franziskanermönchen und von einheimischen Adeligen lagen.
Neben der Kirche kann man auch das Kloster besuchen, das Museo de Arte Religioso (Museum für religiöse Kunst) und das Santuario de la Virgen Dolorosa (Heiligtum der heiligen Jungfrau), der Schutzheiligen der Stadt. Das Bildnis der heiligen Jungfrau befindet sich in der Capilla del Sagrario (Kapelle) aus dem Jahr 1685, die an die neben der Kirche Iglesia de San Francisco liegt. Dort kann man auch Schnitzereien aus dem Barrock, Steinhauereien im Relief mit Szenen aus dem Leben von Jesus Christus und die aus Holz geschnitzte Bestuhlung des Chors betrachten.
Conjunto Monumental Belén
Jr. Belén, 6. Block, Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-13:00 und 15:00-18:00; So 9:00-13:00. Diese archäologische Anlage aus dem 18. Jahrhundert umfasst eine Kirche, das ehemalige Hospital de Varones (Männerkrankenhaus), das heute das medizinische Museum Museo Médico beherbergt, und das ehemalige Hospital de Mujeres (Frauenkrankenhaus) - einst auch bekannt unter dem Namen “Hospital de Nuestra Señora de la Piedad” -, das heute das Museo Arqueológico und Etnográfico (archäologisches und ethnologisches Museum beherbergt. In der Kirche im barocken Stil ist der sorgfältig aus dem Stein gehauene Zugang sehenswert, die unvollendeten Türme, die Bögen und die seitlichen Strebebögen.
Conjunto Monumental La Recoleta
Kreuzung der Strassen Av. El Maestro und Av. Los Héroes. Öffnungszeiten: Mo-So 8:00-12:00 und 16:00-20:00. Diese Anlage besteht aus einer Kirche mit einem Koster, beide aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Fassade der Kirche hat die Form einer neoklassischen plateresken Retabel mit eleganten Glockenwänden anstelle von Türmen. Die Kirche besteht aus nur einem Kirchenschiff mit einer herrlichen Kuppel, dem Hochchor und drei eher schlichten Altaren.
Mirador Natural Santa Apolonia (Aussichtspunkt)
Dieser Ort liegt 2 Blocks von der Plaza de Armas entfernt im oberen Teil der Stadt und der Zugang erfolgt meist über die Strasse Jr. Dos de Mayo. Öffnungszeiten Mo-So 9:00-13:00 und 15:00-17:00. Der Berg Santa Apolonia, der früher in der Quetschua Sprache der Inkas auch Rumi Tiana (Felserner Sitz) genannt wurde, ist ein strategische wichtiger Ort, von dem aus man die Stadt und das Tal bei Cajamarca überblicken kann. An den Hängen des Berges findet man noch einige Überreste von Bauten aus der Zeit vor der spanischen Eroberung, darunter der sogenannte "Silla del Inca (Stuhl des Inka)", ein aus dem gewachsenen Fels sorgfältig gearbeiteter Sitzplatz. Zwischen den Wegen und Gärten liegt auch eine der Virgen de Fátima (heilige Jungfrau von Fatima) geweihte Kapelle.
Cuarto del Rescate
Jr. Amalia Puga 750. Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-13:00 und 15:00-18:00, So 9:00-13:00. Dies ist das einzige original erhaltene Bauwerk der Inkas in der Stadt. Das Bauwerk besteht aus Steinen mit leicht geneigten Mauern und hat deshalb die typische Trapezform der Bauten aus der Zeit der Inkas. Der Inka Atahualpa wurde einst in diesem Gefängnis gefangen gehalten und bot Francisco Pizarro für seine Freilassung an, den Raum zweimal mit Silber und einmal mit Gold zu füllen.
Complejo Arqueológico de Cumbemayo
20 km südwestlich der Stadt Cajamarca (45 Minuten mit dem Auto). Öffnungszeiten Mo-So 9:00-17:00. Die Anlage wurde im Jahr 1937 entdeckt und liegt mitten in einem sehenswerten versteinerten Figurenwald, die Mönchen ähnlich sehen (daher auch der Name des Ortes: "Frailones"). Sehenswert ist auch ein Aquädukt aus dem Jahr 1000 nach Christus, ein Wunderwerk der Wasserbauer; das sogenannte Santuario, ein Fels mit der Form eines gigantischen menschlichen Kopfes; und Las Cuevas (Höhlen) mit Höhlenmalereien und Gravuren.
Complejo Arqueológico de Layzón
9 km südwestliche von Cajamarca (20 Minuten mit dem Auto). Die Anlage besteht aus über 6 Meter hohen Mauern und mit Reliefen verzierten Felsblöcken. Das wichtigste Bauwerk besteht aus übereinander liegenden grob gearbeiteten Steinen mit sechs Niveaus, die über eine Treppe verbunden sind. An den Hängen sieht man verschiedene in die gleiche Richtung ausgerichtete Gebäude und im Südosten eine grosse Plattform. Vermutlich diente der Ort dem Kult zu Ehren der Götter.
Ventanillas de Otuzco
8 km nordwestlich von der Stadt Cajamarca (10 Minuten mit dem Auto). Öffnungszeiten Mo-So 9:00-17:00. Die Grabstätten von Otuzco sind wegen ihres Aussehens in Volksmund unter dem Namen "Ventanillas de Otuzco (Fenster von Otuzco)" bekannt. Grund sind die rechteckigen oder quadratischen Nischen im Vulkangestein, die wie Fenster aneinander gereiht sind. Leider kann das genaue Alter der Anlage nicht bestimmt werden, da sie weitgehend von Plünderern ausgeraubt wurde. Man vermutet jedoch aufgrund der vorhandenen Indizien, dass die Anlage von dem Volk Caxamarca stammt, das in den Jahren 300-800 nach Christus in dieser Region siedelte.
Los Baños del Inca
6 km östlich von Cajamarca (10 Minuten mit dem Auto). Öffnungszeiten: Mo-So 6:00-18:30. Mineralhaltige Thermalquellen, die mit Temperaturen über 72ºC aus der Erde treten. Man sagt das Quellwasser würde Knochen- und Nervenleiden lindern. Es gibt dort Becken, in denen man alleine baden kann, öffentliche Gemeinschaftsbecken und andere therapeutische Angebote. Ursprünglich wurde der Ort Pultumarca genannt und man sagt, der Inka Atahualpa habe hier vor der Schlacht gegen Pizarro gerastet.
Granja Porcón (Landwirtschaftliche Kooperative "Atahualpa Jerusalén")
30 km nördlich von Cajamarca (1 Stunde mit dem Auto). Die Eigentümer dieser Kooperative haben sich dazu entschlossen, die Tore ihres Landguts für Touristen zu öffnen. Heute kann der Reisende hier das Leben auf dem Land kennenlernen und an den täglichen Arbeiten in der Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft teilnehmen. Ausserdem kann man auch Wanderungen durch die Felder und Wälder unternehmen. Deshalb ist Granja Porcón ein idealer Ort für den landwirtschaftlich orientierte Tourismus, für Naturliebhaber und natürlich für den kulturellen Austausch. |
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| ► Provinz San Ignacio |
Der Nationalpark Santuario Nacional Tabaconas - Namballe
110 km nördlich von dem Ort Jaén (7 Stunden mit dem Auto). Dieser Park umfasst etwa 29.500 Hektar Nebelwälder und die dort übliche Flora und Fauna, darunter 33 Vogelarten und 17 Säugetierarten (insbesondere Brillenbär, Tapir, Affen, Wildkatzen und Rehwild). |
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| ► Provinz San Pablo |
Centro Ceremonial Kuntur Wasi
93 km nordöstlich von Cajamarca (3 Stunden mit dem Auto). Dieses religiöse Zentrum aus der Zeit vor der spanischen Eroberung stammt vermutlich aus dem Jahr 1100 vor Christus und besteht aus einer Reihe von übereinanderliegenden Plattformenmit verschiedenen Gebäuden und Anlagen mit grossen steinernen Mauern.
Der Ort war vermutlich von unterschiedlichen Volksgruppen zu verschiedenen Zeitpunkten besetzt. Um das Jahr 700 vor Christus kam es zu einem grossen kulturellen Umbruch und der Komplex wurde von den damaligen Bewohnern mit Erde und Steinen zugeschüttet, um dort einen grösseren neuen Tempelkomplex zu bauen.
Gegen das Jahr 250 vor Christus wurde dieses religiöse Zentrum weitgehend zerstört und der Ort wurde verlassen. Das soziale Zentrum verlagerte sich in dieser Zeit zum Ort Cerro Blanco, wo noch heute verschiedene Bauwerke aus dieser Zeit erhalten sind. Nach der Zerstörung wurde die Anlage Kuntur Wasi nie wieder besiedelt.
Seit 1988 erforscht eine Gruppe von Archäologen der Universität Tokio zusammen mit den Einwohnern der Region die Traditionen und Kultur der ehemaligen Bewohner von Kuntur Wasi. Die wichtigsten Funde sind einige Grabstätten mit Leichnamen, die mit roten Farbstoffen bedeckt und mit Opfergaben und verschiedenen Objekten bestattet wurden.
Das Museum Museo de Sitio de Kuntur Wasi
3 km vom Ort San Pablo (7 Minuten mit dem Auto). Hier findet man eine permanente Ausstellung von Objekten aus Gold, Halbedelsteinen, Keramik, Steinresten und Knochen, die von den Ausgrabungen bei Kuntur Wasi stammen. Zu sehen sind auch Landkarten, Pläne und Fotografien der von der Universität von Tokio durchgeführten Forschungsarbeiten. Das Museum liegt auf dem Gipfel des Berges La Copa auf einer Höhen von 2273 Metern über dem Meeresspiegel. |
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| ► Fenster von Otuzco |
Die Architektur in Cajamarca spiegelt das Zusammentreffen zweier Welten wieder: der Inkazivilisation und der spanischen. Aber anhand der archäologischen Reste kann man die Geschichte von noch älteren Kulturen rekonstruieren, bis hin zur Caxamarca Kultur (bis 1450 nach Christus), deren Aquädukte und die geheimnisvollen Steinzeichnungen und auch noch ältere Kulturvölker.
Nur 8 Kilometer von der Stadt entfernt liegt der Distrikt Baños del Inka, wo die Fenster von Otuzco mitten in der Landschaft zu finden sind. Es handelt sich um den Friedhof einer Ansiedlung aus der Zeit vor dem Inkareich und vor der Caxamarca Kultur, wahrscheinlich unter dem Einfluss der Wari Kultur. Die vielen Gänge und individuellen Grabstätten, die wie Fenster aussehen, wurden in das Vulkangestein gemeisselt. Sie sind bis zu 10 Meter tief und der Zugang ist durch 50 bis 60 Zentimeter große rechteckige Öffnungen möglich. Nach einigen in der Umgebung aufgefundenen Bruchstücken zu urteilen, waren sie ursprünglich mit verzierten Grabsteinen versiegelt.
Man vermutet, dass die Inkas diese Höhlen einem anderen Zweck zuführten und sie als Getreidesilos verwendeten (in der Quechua-Sprache: Collca) und deshalb die Öffnungen in Windrichtung verlagerten, um die Silos frisch zu halten. Durch einige dieser Fenster kann man die dunklen geheimnisvollen Gänge besuchen. Die unendlich lang erscheinenden Gänge haben die Fantasie der Menschen zum Glauben angeregt, diese geheimen Gänge würden Cusco und Cajamarca verbinden. |
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