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| Information zu den Zielgebieten |
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| CUSCO |
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| ► Cusco |
Cusco war früher einmal die Hauptstadt des Inkareichs und ist steht seit 1983 als Kulturgut der Menschheit unter dem Schutz der UNESCO. Heute ist diese Stadt das am meisten besuchte Reiseziel des Landes. Entlang der mit Steinen gepflasterten Gassen der Stadt findet man verschiedene Gebäude aus der Zeit der Inkas, darunter Koricancha und den Palast des Inkaherrschers Inca Roca, und daneben Gebäude im andinen Barockstil, wie zum Beispiel den Dom und die Kirche Iglesia de la Compañía. Empfohlen wird auch ein Besuch im malerischen Stadtteil San Blas, wo sich die besten Kunsthandwerker der Region mit ihren Werkstätten niedergelassen haben. Auch für ein aufregendes Nachtleben, sowie zahlreiche Cafehäuser, Bars und Gaststätten für jeden Geschmack ist in dieser aufregenden Stadt gesorgt. Nur zehn Minuten außerhalb der Stadt liegen die gigantischen Festungsmauern der Burg Sacsayhuamán. Einige Kilometer weiter liegen die archäologischen Stätten Qenko, Pukapukara und Tambomachay, die in der Inkazeit aus massiven Fels errichtet wurden. Etwa eine Stunde von Cuszo entfernt liegt das heilige Tal der Inkas (Valle Sagrado de los Incas) und die Ortschaften Pisac, Maras, Chinchero und Ollantaytambo. Von letzterer Ortschaft aus kann man den Zug nach Machu Picchu nehmen. Eine andere Möglichkeit dorthin zu kommen ist die beliebte Wanderung entlang des Inkapfads nach Machu Picchu, eine beeindruckende Wanderung vorbei an Gletschern, Gebirgsflüssen und überwältigenden Landschaften. Der Weg gilt als eine der schönsten Wanderungen der Welt, weil man auf der Wanderung einerseits immer wieder auf archäologische Stätten stößt und auch wegen der außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt. Der geheimnisvolle Ort Machu Picchu ist die bedeutendste Hinterlassenschaft der Vorfahren der heutigen Peruaner. Die Felsenstadt und der sie umgebenden Naturpark ist eine der wenigen Stätten in Amerika, die sowohl als Kulturgut der Menschheit als auch als Naturgut der Menschheit von der UNESCO anerkannt sind. Der Ort selbst liegt auf dem Gipfel eines Berges und bettet sich harmonisch ein in die üppige Vegetation der Umgebung. Ein weltweit einzigartiger Ort.
Nützliche Informationen - Cusco
Höhe
Hauptstadt: Cusco (3399 Meter). Minimale Höhenlage: 532 Meter (Pilcopata). Maximale Höhenlage: 4801 Meter (Suyckutambo).
Klima
Das Klima in der Stadt Cusco selbst ist kühl und relativ trocken, mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur, die zwischen minimal 4,2 Grad Celsius (39,6ºF) und 19,6 Grad Celsius (39,6ºF) schwanken kann. In der Regenzeit, in den Monaten November bis März ergrünen die Berge. In den Monaten Juni und Juli sind intensive Nachtfröste häufig, sehr selten kann es auch zu leichten Schneefällen kommen.
Anreise
Über Land: Lima-Arequipa-Cusco: 1650 km (26 Stunden mit dem Auto). Lima-Nasca-Puquio-Abancay-Cusco: 1131 km (20 Stunden mit dem Auto). Puno-Cusco: 389 km (07 Stunden mit dem Auto). Flugzeug: Linienflüge nach Cusco von Lima aus (1 Stunde) und von Arequipa aus (30 Minuten).
Entfernungen Von Der Stadt Cusco Zu Den Orten:
Acomayo(Provinz Acomayo) 104,5 km / 3 Stunden. Anta(Provinz Anta) 26 km / 30 Minuten. Calca(Provinz Calca) 50 km / 1 ¼ Stunden. Yanaoca(Provinz Canas) 165 km / 3 Stunden. Sicuani(Provinz Canchis) 138 km / 2 Stunden. Santo Tomás(Provinz Chumbivilcas) 240 km / 10 Stunden. Yauri(Provinz Espinar) 241 km / 7 Stunden. Quillabamba(Provinz La Convención) 210 km / 6 Stunden. Paruro(Provinz Paruro) 64 km / 2 Stunden. Paucartambo(Provinz Paucartambo) 109 km / 3 Stunden. Urcos(Provinz Quispicanchi) 46 km / 40 Minuten. Urubamba(Provinz Urubamba) 78 km / 1 Stunde 25 Minuten.
Flugplatz
Aeropuerto Internacional Alejandro Velasco Astete, Cusco. Avenida Velasco Astete ohne Nummer. Tel: (084) 222611.
Busse
Busbahnhof: Avenida Vallejos Santoni, 2. Strassenblock, Santiago, Cusco. Tel: (084) 224471. Haltestelle der Busse nach Urubamba vía Pisaq: Calle Puputi, ohne Nummer, 2. Straßenblock, Cusco. Haltestelle der Busse nach Urubamba vía Chinchero: Avenida Grau ohne Nummer, 1. Straßenblock, Cusco.
Eisenbahnen
Bahnhof "Wanchaq" in Richtung Puno: Avenida Pachacútec ohne Nummer, Cusco. Tel: (084) 238722 / 221992. E-mail: Reservas@perurail.com. http://www.perurail.com Bahnhof San Pedro in Richtung Machu Picchu: Calle Ccascaparo ohne Nummer, Cusco.
Gesundheitsversorgung
Hospital Regional: Avenido De la Cultura ohne Nummer, Cusco. Tel: (084) 223691. Hospital Antonio: Lorena. Plazoleta Belén 1358, Cusco. Tel: (084) 226511.
Polizeiwachen
Fremdenverkehrspolizei: Calle Shapy 510, Cusco. Tel: (084) 249654.
Märkte Für Kunsthandwerk
Mercado Artesanal: Esquina Avenida Tullumayo / Avenida Pachacuteq, Cusco. Feria Artesanal de San Blas: im Viertel San Blas. Öffnungszeiten: Sa 9:00-18:00. Mercado Popular de Pisaq: Distrikt Pisaq. Öffnungszeiten: So, Di, Do 8:00-18:00. Feria de Chincheros: Distrikt Chincheros. Öffnungszeiten: So, Di, Do 8:00-18:00.
Post
Avenida El Sol 800, Cusco. Tel: (084) 224212 / 248352 Öffnungszeiten: Mo-Sa 7:30-19:30; So 07:30-14:00.
Information Für Touristen
Verwaltung für Machu Picchu (UGM) Calle Garcilaso 223, Cusco. Tel: (084) 248323. Büro Des Komitees Für Die Eintrittskarten Für Touristen (OFEC) Avenida El Sol 103 (Galerías Turísticas), Cusco. Tel (084) 227037. Büro Für Touristenauskunft (Dircetur - Cusco) Portal Mantas 117-A, Tel: (084) 222032 Flugplatz "Aeropuerto Velasco Astete", Ankunftshalle. Busbahnhof. Nationale Turismuskammer www.go2peru.com Regionalregierung de Departaments Cusco www.regioncusco.gob.pe Iperú, Der Informations- und Hilfsdienst fur Touristen. |
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| ► Sehenswürdigkeiten |
Der Hauptplatz der Stadt Cusco "Plaza de Armas"
Dieser Platz wurde zu Zeiten der Inkas "Huacaypata" genannt, was auf Deutsch "Ort zum Weinen oder Treffpunkt" bedeutet. Damals war der Platz ein wichtiger Ort für die Abhaltung von Zeremonien am Tag des Sonnenfestes "Inti Raymi", das jedes Jahr gefeiert wurde. Hier erklärte Francisco Pizarro auch die Unterwerfung der Stadt. Nach der Ankunft der Spanier wurde der Platz umgestaltet: man errichtete steinerne Arkaden und die Gebäude, die noch heute den Hauptplatz umgeben.
Der Dom der Stadt Cusco "La Catedral"
La Catedral. Öffnungszeiten: Mo-Sa 10:00-18:00, Sonntags und Feiertags 14:00-18:00. Der Bau fand in zwei Etappen statt: zuerst wurde die Triumphkapelle "Capilla del Triunfo" über dem ehemaligen Tempel "Suntur Wasi (deutsch: Haus Gottes)" errichtet, anschließend wurde der eigentliche Dom über dem Palast des Inka Wiracocha erbaut. An der Fassade und im Inneren der Kirche dominiert der Renaissance Stil, mit einer sehr üppigen Dekoration mit vielen Holzschnitzereien. Herausragende Werke sind die herrliche Kanzel und der Chor. Dort findet man noch heute eine wichtige Sammlung von Malereien im Stil der Maler von Cusco und Objekten aus Silber.
Die Jesuitenkirche "Templo de la Compañía de Jesús"
Plaza de Armas. Der Bau der Kirche stammt ursprünglich aus dem Jahr 1571 und befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Palastes des Inka Huayna Cápac, bekannt unter dem Namen Amarucancha. Nach der Zerstörung durch das Erdbeben im Jahr 1650, wurde die Kirche 1688 wieder aufgebaut. Der Originalgrundriß und die Fassade sind typisch für den Barockstil der Andenregion. Das Haupttor, das fast wie eine Art Klappaltar oder "Retabel" wirkt, liegt zwischen sorgfältig aus Stein gehauenen mittel hohen Türmen. Im Inneren der Kirche sind vor allem der dreiteilige Hauptalter mit salomonischen Säulen, die hölzerne Kanzel und verschiedene barocke Retabeln im plateresken verschnörkelten Stil sehenswert. Eines der herausragenden Kunstwerke ist das Bild "El matrimonio de Martín García de Loyola con Beatriz Clara Coya (Die Hochzeit von Martín García de Loyola und Beatriz Clara Coya)".
Der Stadtteil San Blas
4 Straßenzüge von der Plaza de Armas. Dies ist eines der malerischsten Stadtviertel von Cusco und ist auch unter dem Namen "T'oqokachi (deutsch: Salzloch)" bekannt. Typisch für das Viertel sind die engen und steilen Gassen und die herrlichen Gebäude im Baustil der Kolonialzeit. Heute ist San Blas das Viertel der Kunsthandwerker und viele der dort ansässigen Familien bieten in ihren Häusern Unterkunft für Reisende an. Die Kirche von San Blas Am Platz "Plazoleta San Blas". Öffnungszeiten: Mo-Mi und Fr-Sa 10:00-11:30 und Mo-So 14:00-17:30. Die Kirche stammt aus der Kolonialzeit, aus dem Jahr 1560. Im Inneren ist eine Kanzel im Barockstil erhalten, ein Meisterwerk der Holzschnitzerei, das vermutlich vom einheimischen Künstler Diego Quispe Tito stammt.
Kirche und Kloster "La Merced"
Calle Mantas ohne Nummer. Öffnungszeiten: Mo-Sa 8:00-12:00 und 14:00-17:00. Die barocke Kirche wurde in den Jahren von 1657 bis 1680 errichtet. Der größte Schatz der Kirche ist eine 1,3 Meter hohe, 22 Kilogramm schwere, mit Edelsteinen besetzte Sakristei aus Gold. Gekrönt wird die Sakristei von einer großen Perle mit der Form einer Sirene, die als die zweitgrößte weltweit gilt.
Kirche und Kloster "Santo Domingo" (Koricancha)
Plazoleta Intipampa, Ecke Avenida El Sol und Calle Santo Domingo. Öffnungszeiten: Mo-Sa 8:30-18:30 und So 14.00-17.00. Laut der Berichte der Chonisten war "El Koricancha" eine der wichtigsten Anlagen der Stadt Cusco zur Zeit der Inkas. Im Inneren waren die Mauern mit Goldfolien bedeckt, da es der wichtigste Tempel des Sonnengottes war. Die Spanier errichteten auf den Mauern des ursprünglichen Bauwerkes im Jahr 1534 eine Kirche und ein Dominikanerkloster, allerdings fielen diese Gebäude im Jahr 1650 einem Erdbeben zum Opfer und wurden schließlich gegen 1681 wieder aufgebaut. Das Kloster ist noch heute im Besitz einer sehr wertvollen Gemäldesammlung mit Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Kirche und Kloster "Santa Catalina"
Calle Santa Catalina Angosta ohne Nummer. Öffnungszeiten: Während der Gottesdienste. Diese Gebäude wurden im Jahr 1605 auf dem ehemaligen "Haus der auserwählten Frauen (Quetschua: Acllahuasi)" errichtet. Diese auserwählten Frauen durften bestimmte besondere Arbeiten für den Inka verrichten. Der Baustil entspricht den letzten Phasen der Renaissance mit typischen Bögen im romanischen Stil, aber im Inneren sind noch immer Spuren des ursprünglichen Bauwerkes erhalten geblieben. Man findet dort auch eine Ausstellung von Wandgemälden, Silberarbeiten, Textilien, Statuen und Klappaltaren "Retabeln".
Museum "Santa Catalina"
Calle Santa Catalina Angosta ohne Nummer. Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-16:30; Fr 09:00-15:00. Ausstellung von Malerei, Textilien, Holzschnitzerei und Retabeln aus der Kolonialzeit. Sehenswert sind vor allem die Gemälde von Diego Quispe Tito und der Teppich in der Gewölbegalerie, aber auch mit Gold und Silber verzierte religiöse Schmuckobjekte.
Kirche und Kloster "San Francisco"
Plaza San Francisco ohne Nummer. Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-17:30. Diese Anlage wurde im Jahr 1645 mit zwei Fassaden und einem einzigen Turm aus Bruchsteinen im spanischen Stil errichtet. Im Inneren des Klosters ist vor allem ein gigantisches Gemälde des Meisters Juan Espinoza de los Monteros sehenswert, das 12 x 9 Meter groß ist und den Stammbaum der Familie der Franziskanermönche darstellt.
Der Palast des Erzbischofs und der zwölfeckige Stein
Kreuzung der Straßen Calle Hatunrumiyoc und Jr. Herrajes. Öffnungszeiten: Mo-Sa 8:00-11:30 und 15:00-17:30 Das Gebäude, bei dem der arabische Einfluß zum Ausdruck kommt, stammt aus der Zeit des Vizekönigreichs Peru und wurde über den Grundmauern des Palasts des Inka Roca errichtet. Heute ist das Museum für religiöse Kunst dort untergebracht. In der Straße Hatunrumiyoc kann man eine alte Inkamauer bewundern, die einst zum Palast des Inka Roca gehörte, ein gutes Beispiel für die bewundernswerten Fertigkeiten der Inkas bei der Bearbeitung und Einpassung eines jeden Steins. Hervorzuheben ist vor allem der bekannte zwölfeckige Stein ("Piedra de los Doce Ángulos") der perfekt gearbeitet ist und sich fugenlos an den Ecken in die Mauer einfügt.
Der Palast des Admirals "Palacio del Almirante"
Calle Cuesta del Almirante 153. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:00-18:00 und Samstags und Feiertags 09.00-16.00. Dieses alte Herrenhaus ist heute Sitz des Museums Inka. Man findet dort eine wichtige Sammlung verschiedener Objekte aus Ausgrabungen, darunter Arbeiten in Keramik, Schmuck, Textilien und Mumien.
Haus des Inka Garcilaso de la Vega
Calle Heladeros ohne Nummer. Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-17:30. Der Inka Garcilaso de la Vega wurde am 12. April 1539 als Sohn des spanischen Hauptmanns Garcilaso de la Vega y Vargas und der aus Cusco stammenden Prinzessin Chimpu Ocllo geboren. Seine beiden wichtigsten Werke waren: "Comentarios Reales" und "La Florida del Inca", deren Ziel es war, die Geschichte des Inkareiches zu bewahren. Heute beherbergt das Haus ein Museum für regionale Geschichte und man findet dort eine Sammlung von Gemälden im Stil der Schule von Cusco.
Das Museum für Kunst aus der Zeit vor Kolumbus "Museo Larco de Arte Precolombino"
Plazoleta Nazarenas 231. Tel: (084) 233210. Öffnungszeiten: Mo-So und Feiertags 9:00-23:00. Dieses Museum ist in einem Gebäude untergebracht, das ursprünglich aus dem Jahr 1450 stammt und damals "Kancha Inka" genannt wurde, später residierte dort der Eroberer Alonso Díaz im Jahr 1580, im Jahr 1850 der Herzog De la Cabrera. Im Jahr 2003 wurde die vollständige Restauration des Gebäudes beendet, um dort das Museum für Kunst aus der Zeit vor Kolumbus "Museo Larco de Arte Precolombino" unterzubringen. In 11 Sälen werden insgesamt 450 Kunstwerke ausgestellt, die aus den Jahren 1250 vor Christus bis 1532 nach Christus stammen und sorgfältig unter 45000 Kunstwerken ausgewählt wurden, die im Besitz der Sammlung des archäologischen Museums "Larco" in Lima sind.
Die Anlage "Sacsayhuamán"
Etwa 2 Kilometer nordöstlich der Stadt Cusco (10 Minuten im Auto). Öffnungszeiten: Mo-So und Feiertags 7:00 - 18:00. In der Anlage findet man 33 verschiedene Orte mit archäologischen Sehenswürdigkeiten, von denen die bekannteste die Festung Sacsayhuamán selbst ist. Eigentlich soll es sich dabei um eine religiöse Stätte gehandelt haben, aber aufgrund der Lage und des Baustils gingen die Spanier und Chronisten davon aus, es habe sich um eine militärische Festungsanlage gehandelt. Heute vermutet man, es sei der wichtigste Tempel des Hanan Qosqo (oder oberen Cusco) gewesen und ein Ort der andinen Kosmologie und der Verehrung des Sonnengottes Inti, des Mondes (Quilla), der Sterne (Chaska), des Blitzes (Illapa) und anderer Götter der Inkas. Wegen der enormen zum Bau verwendeten Felsen, von denen einige ein Gewicht von 90 bis 128 Tonnen haben, wirkt diese Festung wie ein Werk der Titanen. Jedes Jahr findet am 24. Juni dort das Sonnenfest oder "Inti Raymi" statt.
Die Anlage "Qenko"
Etwa 3 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco (15 Minuten im Auto). Öffnungszeiten: Mo-So und Feiertags 7:00 - 18:00. Diese archäologisch interessante Anlage stammt aus dem Jahr 1500 nach Christus. Der Name Qenko bedeutet auf deutsch soviel wie Labyrinth und es handelt sich um einen heiligen Ort, an dem Zeremonien zu Ehren der Sonne, des Mondes und der Sterne stattfanden.
Die Anlage "Pukapukara"
Etwa 7 Kilometer nordöstlich der Stadt Cusco (30 Minuten im Auto oder 2 Stunden zu Fuß). Dieser Komplex besteht aus zahlreichen Gebäuden, Plätzen, Aquädukten und Wegen. Vermutlich handelte es sich um eine Art Rast- und Schlafplatz, was übersetzt in der Quetschuasprache "Tambo" heißt. Man sagt, der Inka habe bei seinen Besuchen in Tambomachay ein großes Gefolge mit sich gebracht, das dann in Pukapukara untergebracht werden mußte. Wegen der starken Befestigungen gilt die Anlage auch als eine Festung.
Die Anlage "Tambomachay"
Etwa 7,5 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco (35 Minuten im Auto). Tambomachay war vermutlich ein wichtiger religiöser Ort für den Wasser- und Erdkult. Der Bau stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1500 nach Christus und die Anlage ist eng mit Pukapukara verbunden. Insgesamt hat der Komplex eine Ausdehnung von etwa einem halben Hektar und ist aus polygonalen bearbeiteten Kalksteinen errichtet.
Der Inkapfad nach Machu Picchu
Dieser Pfad ist Teil des von den Inkas errichteten Wegenetzes, auf Quetschua "Qhapaq Ñan" und gilt heute als die wichtigste Tekking Route in Südamerika. Der Weg führt vorbei an zahlreichen Schluchten und Gletscherbächen, aber auch an zwölf archäologischen Anlagen, darunter sind Qoriwachayrachina, Patallaqta, Runkuraqay, Sayacmarca, Phuyupatamarca, Intipunku, Intipata und Wiñayhuayna besonders sehenswert.
Es gibt verschiedene Routen, je nach Vorliebe des Wanderers, die beliebteste ist jedoch die Route, die am Kilometer 82 der Eisenbahnlinie Cusco-Machu Picchu (40 Kilometer von Machu Picchu entfernt) beginnt. Ein anderer kürzerer Weg beginnt am Kilometer 104 der gleichen Bahnlinie, dieser Weg wird auch Camino Sagrado genannt.
Park der südamerikanischen Kameltiere "Awanakancha"
Etwa 23 Kilometer von der Stadt Cusco im Distrikt Taray. Tel: (084) 231473. E-mail: capexca@awanacancha.com, Web Site: www.awanakancha.com Ausstellung von Lamas, Vikunjas und Alpakas in natürlicher Umgebung und Vorführung der Textilherstellung aus deren Wolle. Dort kann man auch einige landwirtschaftlich genutzte Terrassen aus der Inkazeit und heimische Pflanzenarten sehen. |
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| ► Provinz Acomayo |
Die Route der vier Seen
Etwa 107 Kilometer von der Stadt Cusco (2 Stunden im Auto) liegt der Ort Pomacanchi. Von dort aus sind es weitere 2,5 Kilometer bis zum gleichnamigen See (10 Minuten im Auto). Die Seen liegen am Oberlauf des Flusses Vilcanota. Der erste See heißt Pomacanchi, ist an der tiefsten Stelle 140 Meter tief, reich an Fischen (Forelle, Pejerrey, Huita, Ccarachis, Ch'iñis und Karpfen) und liegt inmitten üppiger Naturweiden mit Heilpflanzenarten (Totora Schilf, Mirmi, usw.). Der zweite sehr kleine See und heißt Acopía, genau wie der Ort gleich am See. Die Flora und Fauna sind sehr ähnlich wie auch am ersten See. Der dritte See heißt Asnoqocha (deutsch "stinkender See") und hat nur eine sehr ärmliche Flora und Fauna. Der vierte See liegt am höchsten auf einer Höhe von 3750 Metern und heißt Pampamarca. Dort sind viele Tiere heimisch, darunter Enten und Reiher, die im üppigen Schilf des Sees leben. Der See ist auch hervorragend zur Sportfischerei geeignet. |
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| ► Provinz Canas |
Die Hängebrücken von Q'eswachaka
Etwa 110 Kilometer südöstlich der Stadt Cusco (1 ½ Stunden im Auto) erreicht man den Ort Combopata. Von dort aus fehlen noch 31 Kilometer (45 Minuten im Auto) zu den Hängebrücken. Es handelt sich um eine 33 Kilometer lange und 1,2 Meter breite Brücke, von der aus man die herrliche Schlucht des Flusses Apurímac bewundern kann. 1000 Bauern arbeiten jedes Jahr am zweiten Sonntag des Monat Juni drei Tage lang an der Brücke und weben verschiedene Stroharten (Ichu und Chachacoma) ein. Diese traditionelle Arbeit stammt noch aus der Zeit vor der Herrschaft der Inkas. Die Bewohner aus den umliegenden Orten der Region verwenden dabei traditionelle Techniken, üben die althergebrachten Rituale und Zeremonien aus und tanzen die traditionellen Tänze der Indios. Am vierten Tag wird die Arbeit beendet und man geht zum Feiern mit Tänzen und Gesängen über. |
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| ► Provinz Canchis |
Die Anlage "Raqchi"
Etwa 117 Kilometer von der Stadt Cusco (2 Stunden im Auto). Dieser archäologische Komplex stammt aus dem 15. Jahrhundert und gilt unter den Chronisten als ein authentisches Bauwerk der Inkas. Hervorzuheben ist vor allem der 100 Meter lange und 20 Meter breite Tempel des Wiracocha, erbaut aus Lehmsteinen auf Fundamenten aus Vulkangestein. Die Anlage umfaßt auch verschiedene Wohngebäude, in denen die adeligen Inkas lebten und duzende von runden Silos zur Lagerung von Lebensmitteln.
Der Ort Raqchi (3485 Meter Höhe)
In diesem kleinen Ort leben Bauern und Töpfer und die dort ansässigen Familien haben ihre Häuser zum Empfang von Reisenden hergerichtet. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Angebot für Reisende, die Land und Leute kennenlernen möchten. |
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| ► Provinz Calca |
Der Ort Pisac
32 Kilometer nordöstlich der Stadt Cusco (1 Stunde im Auto). Pisac ist bekannt für den Markt mit Kunsthandwerk, es gibt dort aber auch wichtige archäologische Anlagen aus der Zeit der Inkas, darunter ein Bewässerungssystem, ein astronomisches Observatorium, eine Sonnenuhr (Quetschua: Intiwatana) und die landwirtschaftlichen Terrassenanlagen.
Der Ort Calca
50 Kilometer nördlich der Stadt Cusco (1 ¼ Stunden im Auto). In Calca liegt der archäologische Komplex Huchu'y Qosqo, auch kleines Cusco genannt, und die Thermalbäder von Machacancha (schwefelhaltige heiße Quellen) und Minasmoqo (kaltes gashaltiges Wasser). Die schneebedeckten Gipfel Pitusiray und Sawasiray beherrschen die Landschaft. |
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| ► Provinz La Convención |
Der Ort Quillabamba
210 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco (6 Stunden im Bus). Dieser am 25. Juli 1857 gegründete, auf nur 1050 Meter Höhe gelegene Ort ist die Hauptstadt der Provinz La Convención und ein wichtiger Handelsknotenpunkt in den Tälern Lares und La Convención. Der Ort lebt vor allem von der Produktion von Kakao, Kaffee, Koka und Obst. Wegen des milden Klimas im Tal kann man hier verschiedene Sportarten praktizieren.
Die Anlage "Choquequirao"
Etwa 93 Kilometer von der Stadt Abancay in der Region Apurímac entfernt, erreicht man den Ort Cachora. Von dort aus sind es weitere 30 Kilometer (2 Tage zu Fuß, durchschnittlich 8 Stunden Wanderung täglich). Choquequirao (Quetschua: Chuqui K'iraw, Deutsch: goldene Wiege) ist wahrscheinlich einer der vergessenen Orte im Tal des Flusses Vilcabamba, wohin die Inkas ab 1536 flüchteten. Der steinerne Komplex besteht aus neun architektonisch verschiedenen Gruppen. Es gibt dort hunderte von Terrassen, Wohngebäude und ein Bewässerungssystem. Die Gebäude liegen rund um einen zentralen Platz verteilt. |
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| ► Provinz Paucartambo |
Der Ort Tres Cruces
109 Kilometer auf einer teilweise asphaltierten Straße südöstlich von Cusco (3 Stunden im Auto) kommt man zu dem Ort Paucartambo. Von dort sind es weitere 45 Kilometer bis zum Aussichtspunkt Tres Cruces (2 ½ Stunden mit einem geländegängigen Fahrzeug mit Vierradantrieb auf einer Straße in schlechtem Zustand). Tres Cruces ist ein natürlicher Aussichtspunkt am Rande des Nationalparks Manu (Reserva de Biosfera del Manu). Hier kann man den sogenannten "weißen Blitz" sehen, ein Phänomen, das vorkommt, wenn die Sonne über den Horizont steigt. Dann durchdringt plötzlich das Licht die feuchte Atmosphäre und wird wie von einem Prisma gebrochen. In der Tat sieht es aus, als gäbe es dann drei Sonnen, die durcheinander springen. Diesen Effekt kann man jedes Jahr in den Monaten Juni und Juli, etwa zur Zeit der Wintersonnwende bei Sonnenaufgang beobachten. |
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| ► Provinz Quispicanchi |
Der Ort Oropesa
24 Kilometer südwestlich von Cusco (30 Minuten im Auto). Oropesa ist traditionell auch als das "Land der Brote" bekannt, da dort zahlreiche Kleinbäckereien das bekannte und leckere Bauernbrot, genannt "Chutas" herstellen.
Der Ort Pikillacta
Etwa 30 Kilometer südlich der Stadt Cusco (45 Minuten im Auto). Dieser Ort aus der Zeit vor dem Reich der Inkas hatte seine Blütezeit in den Jahren 800 bis 1100 nach Christus, während der Zeit der regionalen Föderation der Kultur Huari. Der Ort war später auch die Pforte zur heiligen Stadt der Inkas. Man findet dort lange gerade Straßen gesäumt von Gebäuden mit rechteckigem Grundriß. Im Westen umgeben Mauern und runde Bauten die Stadt. Die hohen Mauern sind aus Lehmmörtel hergestellt und verjüngen sich nach oben hin.
Die Kirche des Ortes Andahuaylillas
36 Kilometer südlich von Cusco (1 Stunde im Auto). Diese Kirche wird auch die "sixtinische Kapelle Südamerikas" genannt und stammt aus dem Jahr 1580. Die eher schlichte Fassade steht im Kontrast zu dem reich verzierten barocken Inneren mit goldenen Altaren, Wandgemälden, Malereien und dem Deckengemälden.
Die Anlage "Tipón"
Rund 25 Kilometer südöstlich auf der asphaltierten Straße von der Stadt Cusco in Richtung Puno (45 Minuten im Auto) liegt dieser Ort auf einer Höhe von 3316 Metern. Auf der Höhe des Kilometer 20,5 nimmt man eine ebenfalls asphaltierte Seitenstraße.
Gemäß der Legenden, war Tipón einst der königliche Garten, der unter dem Inka Wiracocha angelegt wurde. Die Anlage besteht aus zwölf von perfekt geformten Steinmauern gestützten Erdterrassen mit Kanälen und Wasserfällen dazwischen.
Die herrliche Anlage mit der hiesigen Flora bieten dem Besucher eine atemberaubende Landschaft. Die Anlage besteht aus verschiedenen Sektoren: das eigentliche Tipón, Intiwatana, Pukutuyuj und Pucará, Cruz Moqo, der Friedhof von Pitopujio, Hatun Wayq´o, usw. |
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| ► Provinz Urubamba |
Der Ort Urubamba (auf 2871 Metern Höhe)
78 Kilometer nordwestlich von Cusco an der Strecke nach Pisac (1 Stunde 25 Minuten mit dem Auto, oder 57 Kilometer über den Ort Chinchero (45 Minuten im Auto). Urubamba liegt im Herzen des "Valle Sagrado", des heiligen Tales der Inkas, und war schon vor der Ankunft der Spanier ein wichtiges Zentrum der landwirtschaftlichen Produktion. Heute lebt der Ort noch immer von der Landwirtschaft, aber auch vom Fremdenverkehr, da er an einer der schönsten Stellen des Tals liegt. Dort findet der Reisende auch gut Angebote und verschiedene Dienstleistungen.
Der Ort Chinchero (auf 3772 Metern Höhe)
Etwa 28 Kilometer nordwestlich von Cusco (45 Minuten im Auto). Sehenswert ist die Kirche, die aus den Jahren der Kolonialzeit stammt, mit den herrlichen Gemälden im Stil der Schule von Cusco. Sonntags findet dort ein Markt statt, wo Händler und Bauern ihre Produkte anbieten, teils noch im Tauschhandel. Man findet am Ort auch wichtige archäologische Hinterlassenschaften.
Der Ort Maras
48 Kilometer nordwestlich von Cusco (1 Stunde im Auto). Dieser Ort hatte zur Zeit des Vizekönigreichs große Bedeutung. Davon zeugen noch heute die Kirchen und Herrenhäuser im Ort mit den Wappenschildern der einstigen Adeligen an der Fassade. Heute lebt der Ort vorwiegend von der Landwirtschaft.
Der Ort Yucay
68 Kilometer nördlich der Stadt Cusco (1 ½ Stunden im Auto). Gemäß der Legende war der Ort einst Privatbesitz des Inka Huayna Cápac. Schon früher galt der Ort als ein wichtiges Zentrum für die Technologie des Wasserbaus und die Landwirtschaft. Im Ort kann man den Palast des Inka Manco Sayri Túpac besichtigen.
Die Salzprodukton "Salineras de Maras"
Etwa 10 km vom Ort Maras entfernt (30 Minuten im Auto oder 2 Stunden zu Fuß). Diese Form der Salzgewinnung datiert noch aus der Zeit des Inkareichs "Tahuantinsuyo". Die Salzproduzenten lassen salzhaltiges Wasser aus bestimmten Quellen in kleine Teiche, sogenannte "Qoripujio", laufen. Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet das Wasser, zurück bleibt dann das Salz, das auf dem hiesigen Markt verkauft werden kann. Der Blick auf die Anlage mit etwa 3000 Verdunstungsbecken ist atemberaubend. Die Produzenten zeigen dem Besucher gern ihre althergebrachte Technik zur Salzgewinnung und lassen diese auch bei der Arbeit mithelfen.
Die Anlage "Moray"
9 km nordwestlich vom Ort Maras (25 Minuten im Auto). Moray besteht aus 4 leicht ovalen Anlagen, die von der Bevölkerung auch "Muyus" genannt werden. Die größte liegt etwa 45 Meter unter dem Niveau des Bodens und jede Terrasse ist durchschnittlich 1,80 Meter hoch. Man vermutet, daß der Ort einst das wichtigste landwirtschaftliche Forschungs- und Experimentierzentrum der Inkas war. Durch die Nutzung der konzentrischen Terrassen und die Temperaturunterschiede auf den verschiedenen Niveaus soll es möglich gewesen sein, alle verschiedenen ökologischen Bedingungen im gesamten Reich der Inkas, dem Tahuantinsuyo, hier zu simulieren.
Die Anlage "Ollantaytambo"
97 Kilometer nordwestlich von der Stadt Cusco (2 ½ Stunden im Auto). Zur Zeit des Reiches der Inkas wurde diese Anlage als Festung, mit einem Tempel, landwirtschaftlichen Terrassen und einem Wohnbereich errichtet. Man kann zwei Sektoren unterscheiden: "Araqama Ayllu", ein Sector der religiösen Zwecken und Kulten diente, und "Qosqo Ayllu", der Wohnbereich. Ollantaytambo war einst ein wichtiger Ort der Verwaltung, der aber auch gleichzeitig militärische Bedeutung hatte, wie bei Betrachtung der Mauern und Türme offensichtlich wird. Ebenso findet man hier die Überreste alter Wege und Aquädukte.
Der Ort Ollantaytambo ist auch bekannt als der "lebendige Inkaort", weil die Bewohner die althergebrachten Bräuche und Traditionen aufrechterhalten haben. Von Ollantaytambo aus kann man den Ort Willoc besuchen, dessen Einwohner noch immer überwiegend die Quetschuasprache der Inkas sprechen und sich durch ihre typische rote Tracht als Mitglieder eines besonderen Dorfes kenntlich machen, das sich von anderen Dörfern der Region absetzt.
Das historische Heiligtum Machu Picchu
110 km nordwestlich von der Stadt Cusco (4 Stunden im Zug) kommt man zum Ort Machu Picchu. Von dort aus sind es 8 Kilometer bis zur Festungsstadt (20 Minuten im Bus). Machu Picchu, auf deutsch "der alte Berg", ist eine beeindruckende Festungsstadt der Inkas mitten in den Bergen. Die Stadt wird auch als die "verlorene Stadt der Inkas" bezeichnet, da der Verbleib des Ortes bis zu seiner Entdeckung durch Hiram Bingham im Jahr 1911 ein Mysterium geblieben war.
Die Anlage wurde vermutlich im 15. Jahrhundert durch den Inka Pachacútec erbaut, heute umfaßt die archäologische Stätte zwei Sektoren mit etwa 20 Hektar Fläche. Im landwirtschaftlichen Bereich liegen verschiedene an die Berghänge gebaute Terrassen mit einer Höhe von bis zu 4 Metern. Im eigentlichen Stadtbereich gibt es zahlreiche Bauwerke und Plätze, wobei der sogenannte Sonnentempel, die Sonnenuhr "Intihuatana" und das Sonnenobservatorium, der Tempel mit drei Fenstern, der Haupttempel und der sogenannte Sektor des Kondors die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind. Man findet auch einen beeindruckenden bearbeiteten Felsbrocken mit einer Höhe von 3 Metern und einer Breite von 7 Metern, der als der heilige Fels bekannt ist. Zum Bau von Machu Picchu wurden Felsen aus den umliegenden Zonen verwendet, die je nach Verwendungszweck mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet und mehr oder weniger gut behauen wurden. Eine der am feinsten gearbeiteten Mauern ist die zentrale Wand im Haupttempel mit perfekt aneinander gepaßten Steinblöcken.
Aber das geschichtliche Heiligtum Machu Picchu ist mehr als nur die archäologischen Ausgrabungsstätten: dazu gehört auch der Artenreichtum der Flora und Fauna, die im Jahr 1983 von der UNESCO zum Kulturgut und Naturgut der Menschheit erklärt wurden. |
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| ► Machu Picchu, Cusco |
Die Festungsstadt Machu Picchu ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Cusco. Entdeckt wurde sie im Jahr 1911 von dem nordamerikanischen Forscher Hiram Bingham und gilt seither als eines der aussergewöhnlichsten landschaftlich architektonischen Objekte der ganzen Welt.
Machu Picchu liegt auf einem Granitfelsen. Die Inkas transportierten unter Anwendung einfallsreicher Techniken schwere Felsblöcke zu diesem Ort und bearbeiteten und polierten diese mit grosser Sorgfalt für den Bau.
Aus archäologischer Sicht kann man verschiedene Sektoren oder Zonen unterscheiden:
Der landwirtschaftliche Sektor
Hier findet man Terrassenanlagen verschiedener Art und Grösse, die vermutlich vor allem zwei Funktionen erfüllten. Man baute dort landwirtschaftliche Produkte an, aber die Terrassen sollten auch die vom Niederschlag hervorgerufene Errosion verhindern. Im landwirtschaftlichen Sektor befinden sich auch fünf Räume, sogenannte Collpas, die vermutlich als Speicher für landwirtschaftliche Produkte dienten.
Der Wachposten
hier handelt es sich um ein Gebäude mit drei Wänden und verschiedenen Fenstern nahe des Hauptzugangs. Von diesem Gebäude aus hat man einen Blick auf die landwirtschaftlich genutzten Sektoren, die Siedlungen und das Umland.
Der oberer Friedhof mit rituellem Felsen
Wie auch in anderen Städten der Inkas, wurden auch in Machu Picchu die Toten in den Stadtrandgebieten beerdigt. In diesem Sektor hat man Knochenreste entdeckt, im oberen Bereich auch gerundete Steine. Die Steine stammen von hier und man vermutet, dass es sich bei diesen Steine um Opfergaben handelte.
Der Stadtbereich
Dieser wurde vom landwirtschaftlichen Bereich durch einen Graben getrennt und man findet eine lange Treppe, die zum Haupteingang führt. In diesem Sektor liegt der Grossteil der Bauwerke einer typischen Inkastadt (Llaqta). Der Grundriss der Stadt entspricht der Form eines U. Im Norden liegt ein religiöses Zentrum mit Tempelanlagen, im Süden liegen Wohngebäude und Werkstätten auf Terrassen, die von Hiram Bingham als militärische Anlagen gedeutet wurden.
Der Sonnentempel "Templo del Sol":
Dieses halbrunde Bauwerk wurde auf einem massiven Granitfelsen mit einem Durchmesser von 10 ½ Metern errichtet. In dem Gebäude befinden sich zwei trapezförmige Fenster und an den Ecken Nischen. An der Nordseite gibt es ein sauber gearbeitetes Tor mit Bohrungen im Rahmen, das dem Tor im Tempel Qoricancha in Cusco stark ähnelt.
Der heilige Fels "Roca sagrada":
Dieser 3 Meter hohe und im Grundriss 7 Meter breite bearbeitet Fels ähnelt einem Katzenwesen. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet entdeckt man in der Form die Konturen der Berge um Machu Picchu wieder. Aufgrund der Eigenschaften dieser Felsgruppe und der zwei Gebäude mit drei Wänden (Huayranas) vermutet man, der Fels hatte eine rituelle Bedeutung.
Der Tempel mit drei Fenstern "Templo de las tres Ventanas"
Dieser liegt im Osten des Hauptplatzes und hat einen rechteckigen Grundriss. Seinen Namen verdankt das Bauwerk den drei herrlichen Fenstern und den zwei Maueröffnungen im Hauptgebäude. In diesem Bau und den Haupttempel der Stadt kommt die Baukunst von Machu Picchu zu ihrer höchsten Ausprägung. Typisch sind vor allem die riesigen, sauber gearbeiteten und fein polierten Felsblöcke, die sich millimetergenau aneinander fügen.
Der Haupttempel "Templo principal"
Dieser Tempel liegt nördlich vom heiligen Platz ganz in der Nähe vom Tempel „Tres Ventanas“. Der Bau entstand im Stil „Wayrana“, das heisst, mit rechteckigem Grundriss, aber nur drei 90 cm dicken Wänden mit einer Länge von 11 m und einer Breite von 8 m. Ein gemeiselter Fels bei der Hauptmauer diente als Altar.
Die Sonnenuhr "Intiwatana"
Diese besteht aus bearbeitetem Urgestein und diente zeremoniellen Zwecken. Auf Deutsch bedeutet „Inti“ Sonne und „Wata“ Jahr, folglich wurde hier der Verlauf der Jahreszeiten beobachtet und Sommer-, Wintersonnwende, Frühlings- und Herbstanfang bestimmt. Viele Forscher behaupten auch, dass die Intiwatanas der Markierung der Längengrade dienten und die Ecken den magnetischen Nordpol bestimmten. Fest steht, dass das Werk rituellen Zwecken diente und für die Ausübung der Religion von grosser Bedeutung war.
Die Plätze
Es gibt vier auf unterschiedlichen Ebenen angelegte Plätze, die alle im klassischen Stil der Inkas einen rechteckigen Grundriss aufweisen. Verbunden werden diese Plätze durch Treppen entlang der Terrassenanlagen. Der Hauptplatz ist der grösste der vier Plätze und diente religiösen und sozialen Zwecken.
Mausuleum und Grabstätte
Ein enorme schräger Felsblock ist das Fundament unter dem Sonnentempel. Unter dem Fels befindet sich eine sehr kunstvoll geschmückte Höhle, die als Mausuleum diente. Dort wurden auch die Mumien der wichtigsten Herrscher aufbewahrt und verehrt. Am Zugang findet man die Darstellung der Erdengöttin.
Die Tore
Die verschiedenen Tore unterscheiden sich in Texturen, Grösse und Baustil, haben aber die Trapezform gemein.
Wayna Picchu
Die Anlage wird überragt von dem ewigen Wächter Wayna Picchu (Quetschuasprache: auf Deutsch “der junge Felsen”), der auf einzigartige Art und Weise die Stadt der Inkas beherrscht. Ein Aufstieg auf diesen Gipfel ist ein unvergessliches Erlebnis. Beim Ausstieg und auf dem Gipfel kommt man an heiligen Orten und bewundernswerten Terrassenanlagen am Rande des Abgrunds vorbei. Der gut erhaltene beschilderte Weg beginnt am Hauptplatz der Stadt Machu Picchu und führt über einen der alten Inkapfade. Der Blick auf Machu Picchu in voller Pracht, auf die Schlucht des Flusses Vilcanota und auf die umliegenden Berge ist einmalig. Die Wanderung dauert etwa zwei bis drei Stunden.
Wiñaywayna
Wiñaywayna (Quetschuasprache: auf Deutsch “für immer jung”) ist vielleicht die schönste Bauanlage, die man bei der Wanderung auf dem Inkapfad kennenlernen kann. Man erreicht die Anlage am dritten Tag der Wanderung. Der Ort liegt auf einer Höhe von 2.700 Metern über dem Meeresspiegel und umfasst einen kleinen Ortskern mit zehn rituellen Brunnen und einen Turm aus bearbeiteten Steinen. Bemerkenswert sind auch die Treppen, über die man die verschiedenen Ebenen der Anlage und den landwirtschaftlichen Sektor mit den beeindruckenden Terrassenanlagen über einem Abgrund zur Schlucht des Flusses Vilcanota erreichen kann. Man muss nicht unbedingt eine vier- oder achttägige Wanderung auf dem Inkapfad machen, um Wiñaywayna zu erreichen. Von Macchu Pichu Pueblo aus erreicht man den Ort entlang der Bahnlinie nach einem Aufstieg ab Kilometer 104. Diese Wanderung dauert etwa 3 ½ Stunden.
Der Inkapfad
Dieser Pfad ist Teil eines Wegenetzes der Inkas, mit dem die wichtigsten Verwaltungszentren und religiösen Orte im gesamten Inkareich „Tahuantinsuyo“ verbunden waren. Einer dieser0 Verbindungswege führte von Cusco nach Machu Picchu. Die achttägige Wanderungerfordert eine gute Kondition und führt über die Hänge des schneebedeckten Berges Salkantay. Andererseits gibt es eine eintägige Route, die nicht sehr anstrengend ist und die Möglichkeit eines Besuchs derarchäologischen Ausgrabungsstätten Wiñaywayna ermöglicht. Die beliebteste Route jedoch dauert vier Tage und führt durch herrliche Landschaften inunterschiedlichen Höhenlagen und Ökosystemen, vorbei an archäologischen Ausgrabungsstätten. Dank dieser Besonderheiten gilt dieser Wanderweg als einer der schönsten der Welt. Die Wanderung führt über Pässe mit einer Höhe von etwa 4000 Metern über dem Meeresspiegel, wie zum Beispiel Warmiwañusqa (4200) oder Runkuraqay (3860) hinunter bis in die Regionen nahe destropischen Regenwaldes auf etwa 2000 Metern über dem Meeresspiegel (genannt Ceja de Selva). Der Weg führt über lange in den Fels gehauene Treppengänge und durch bis zu 20 Meter lange Tunnel. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Ort Piskacucho, am Kilometer 82 der Bahnstrecke Cusco – Machu Picchu Pueblo.
Intipunku
Dieses Wort aus der Quetschuasprache bedeutet auf Deutsch “Sonnentor” und ist der Zugang zu Machu Picchu vom Inkapfad aus. Man sollte dort vor dem Sonnenaufgang ankommen, um das emotional bewegende und unvergessliche Schauspiel nicht zu versäumen, wenn sich die Nebel über der Stadt Machu Picchu verziehen und die Sonne aufgeht. Von Intipunku aus hat man einen herrlichen Blick auf ganz Machu Picchu und den heiligen Berg Wayna Picchu. Intipunku selbst umfasst steinerne Bauwerke und Treppenanlagen. Man vermutet, es diente als eine Art Kontrollposten für Personen, die von Machu Picchu kamen oder dorthin gingen.
Templo de la Luna
Vom Hauptplatz in Machu Picchu aus erreicht man nach einer dreistündigen Wanderung den faszinierenden Mondtempel „Templo de la Luna“. Dort findet man Darstellungen der religiösen Konzepte und der drei Niveaus der andinen Welt: Hanan Pacha (die Welt über der Erde), Kay Pacha (die Welt der Erde) und Ukju Pacha (die Welt im Inneren der Erde) werden jeweils repäsentiert von Kondor, Puma und Schlange.
Verhaltensregeln Für Den Besuche
Wir bitte um Ihre Hilfe bei der Erhaltung dieser Anlage mit wertvollen archäologischen Elementen, die als Weltkultur- und Weltnaturerbe anerkannt sind: - Bitte führen Sie Getränke in Trinkflaschen mit sich. - Bitte bringen und verzehren Sie keine Lebensmittel innerhalb der Anlagen. - Bitte vermeiden Sie die Bildung von Gruppen über 20 Personen. - Bitte klettern Sie nicht auf die Mauern in der Anlage. - Offenes Feuer ist verboten. - Verwenden Sie die vorhandenen Abfallbehälter. - Vermeiden Sie die Störung der hiesigen Flora und Fauna. - Vermeiden Sie die Verschmutzung des Wassers. - Bewegen Sie sich ausschliesslich auf den vorgegebenen Wegen. Auf dem Inkapfad ist es ausdrücklich verboten: - Abfall wegzuwerfen. - Lagerfeuer zu entzünden oder mit Holzfeuern zu kochen. - In den archäologischen Stätten zu übernachten. - Pflanzen, Blumen, Insekten oder anderer Tiere zu sammeln oder einzufangen.
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