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Information zu den Zielgebieten
 
LORETO
► Loreto ► Provinz Maynas ► Provinz Requena
► Provinz Ucayali ► Provinz Ramón Castilla ► Provinz Loreto


Loreto
Iquitos ist die Hauptstadt des Departments Loreto und gleichzeitig einer der wichtigsten Hafenstädte am Fluß Amazonas und auch die größte Stadt im peruanischen Regenwald. Früher wurde diese Region von den Völkern Cocama, Huitoto und Bora besiedelt, bis nach der Kolonisierung die Missionare der Jesuiten die Stadt Iquitos gründeten. Ende des 19. Jahrhunderts erblühte die Stadt wegen des Kautschukbooms: der wirtschaftliche Reichtum äußerte sich in prächtigen Gebäuden, die noch heute erhalten sind. Beispiele sind das Hotel Palace, im Stil des Art Noveau oder das Haus Casa de Fierro, das von dem weltbekannten französischen Architekten Gustave Eiffel gestaltet wurde. Den Kontrast zu diesen Prunkbauten bilden die rustikalen Häuser im Stadtteil Belen, die zum Schutz vor Hochwasser am Fluß auf Pfählen oder auf einer Art Floß ruhen. Eine der wichtigsten Attraktionen sind hier die Ausflüge zu den Flüssen und Seen und zu den herrlichen Badestränden. Der Nationalpark Reserva Nacional Pacaya-Samiria ist mit 2080000 Hektar der größte Park des Landes und liegt etwa 183 Kilometer von Iquitos entfernt. Hier sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten heimisch, von denen heute viele vom Aussterben bedroht sind: zum Beispiel eine Schildkrötenart Tortuga Charapa, der Riesenflußotter, der schwarze Kaiman und der Flußdelphin. Im Nationalpark Reserva Nacional Allpahuayo-Mishana, mit nur 58000 Hektar, wird eine wichtige Fläche mit typischen Wäldern aus dem peruanischen Regenwald geschützt, die auf den weißen Sandständen vorkommen (genannt Varillales). Hier findet man ausgezeichnete Gelegenheit zur Beobachtung von Vögeln. Abgesehen von diesen geschützten Nationalparks, gibt es auch eine große Anzahl von privaten Schutzgebieten, in denen die jeweiligen Eigentümer verschiedene Herbergen für jeden Geschmack installiert haben.

Nützliche Informationen - Loreto

Höhe
Hauptstadt: Iquitos (104 Meter über dem Meeresspiegel). Minimal: 70 Meter über dem Meeresspiegel in Amelia. Maximal: 220 Meter über dem Meeresspiegel in Balsapuerto.

Klima

Die durchschnittliche Jahreshöchsttemperatur liegt bei 31°C (88ºF) und die durchschnittliche Jahrestieftemperatur bei 21°C (70ºF). Man unterscheidet eine Jahreszeit mit Niedrigwasser in den Monaten Juli bis November und Hochwasser in den Monaten Dezember bis Juli. In diesen Jahreszeiten verändern sich auch die Flora und Fauna mit dem Klima.

Anreise
Iquitos hat keine Straßenanbindung und ist nur auf dem Luft- oder auf dem Wasserweg zu erreichen. Auf dem Luftweg: es gibt regelmäßige Flugverbindungen: Von Lima nach Iquitos (1 ½ Stunden) Von Tarapoto nach Iquitos (50 Minuten) Von Pucallpa nach Iquitos (1Stunde) Außerdem gibt es in unregelmäßigen Abständen Flugverbindungen: Von Yurimaguas nach Iquitos (40 Minuten) Von Leticia in Kolumbien nach Iquitos (1 Stunde). Auf dem Wasserweg: Von Pucallpa (Puerto La Hoyada, 2,5 km außerhalb der Stadt) aus, mit dem Schnellboot (Kapazität 10 - 15 Personen) über den Fluß Ucayali, mit Stops in den Häfen von Requena und Contamana. Die Reise muß individuell mit dem Bootsbetreiber vereinbart werden und dauert je nach Pegelstand der Flüsse 1 bis 2 Tage. Von Yurimaguas aus über die Flüsse Huallaga und Marañón, mit einem Zwischenstop im Hafen der Stadt Nauta. Die Reise findet im Schnellboot statt (12-15 Stunden je nach Motorisierung des Bootes) oder in gewöhnlichen Reiseschiffen (Reisezeit zwischen 3 und vier Tagen je nach Pegelstand der Flüsse).

Entfernungen Von Der Stadt Iquitos Zu Den Orten:
Nach Yurimaguas (Provinz Alto Amazonas) 388 km / 4 Tage im Boot. Nach Nauta (Provinz Loreto) 115 km /2 Stunden im Bus o 14 Stunden im Boot. Nach Caballococha (Provinz Mariscal Ramón Castilla) 311 km / 2 Tage im Boot. Nach Requena (Provinz Requena) 157 km / 19 Stunden im Boot. Nach Contamana (Provinz Ucayali) 431 km / 3 Stunden im Boot.

Anschriften:

Flughafen
Internationaler Flughafen Francisco Secada Vignetta. Av. Abelardo Quiñones, km 6, Tel. (065) 260147 / 260151.

Gesundheitsversorgung
Hospital Regional de Loreto (regionales Klinikum Loreto) Av. 28 de Julio s/n. Punchana, Iquitos. Tel. (065) 252004 / 252733. Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich. Hospital de Apoyo Iquitos Cornejo Portugal 1710, Iquitos. Tel. (065) 264715. Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich.

Polizeiwachen
Policía de turismo - POLTUR Iquitos (Fremdenverkehrpolizei) Calle Sargento Lores 834. Tel. (065) 242081. Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich. Polizeidienststelle Morona de Iquitos. Calle Morona 120, Iquitos. Tel. (065) 231123. Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich. Polizeidienststelle Punchana Av. de la Marina/28 de Julio. Tel. (065) 251970. Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich.

Märkte Für Kunsthandwerk
Handwerksmarkt Anaconda Malecón Tarapacá-Boulevard, Iquitos. Öffnungszeiten: Mo-So 8:00-22:00. Mercado Artesanal de San Juan Av. Quiñones km 4,5, Iquitos. Öffnungszeiten: Mo-So 8:00-22:00.

Post
Av. Arica 402. Tel. (065) 223812 / 234091. Öffnungszeiten: Mo-Sa 7:00-19:30.

Information Für Touristen
Nationale Turismuskammer www.go2peru.com Regionalregierung de Departaments Loreto www.regionloreto.gob.pe Regionale Toursimuskammer - Caretur Loreto www.amazonriveriquitosperu.com Iperú, Der Informations- und Hilfsdienst fur Touristen
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► Provinz Maynas
Die Kathedrale
Plaza de Armas de Iquitos (Hauptplatz). Diese Kirche im neugotischen Stil wurde in den Jahren 1911 bis 1924 erbaut. Es handelt sich um ein einziges Kirchenschiff mit einer aus Holz geschnitzten Kanzel rechter Hand. Ein interessantes Detail ist die im Jahr 1925 installierte schweizer Uhr.

Historische Gebäude
In der Stadt Iquitos findet man zwischen der üppigen Vegetation des Regenwaldes und dem geheimnisvollen Rauschen des Amazonas einige architektonische Glanzleistungen, die den Reisenden mit der Schönheit ihrer Formen und ihrem einzigartigen Stil in den Bann ziehen. Es handelt sich um die Hinterlassenschaften der ehemaligen Kautschukfürsten. Diese mächtigen Großgrundbesitzer brachten am Ende des 19. Jahrhunderts ein wahres Wirtschaftswunder in den peruanischen Regenwald. Ein Teil dieser Zeugen der vergangenen Zeiten ist noch heute erhalten: mit arabischen Kacheln getäfelte Höfe (die Häuser Rocha, Morey und Cohen), Gebäude im Stil der Art Noveau (das ehemalige Hotel Palace) oder das berühmte von Gustave Eiffel geschaffene Haus, das aus Metallplatten besteht, die von Hunderten von Männern durch den Regenwald transportiert werden mußten.

Der Boulevard Malecón Tarapacá
Nur einen Straßenzug von der Plaza de Armas (Hauptplatz) und am Ufer des Flusses Itaya liegt dieser Boulevard, der aus der Zeit des Kautschukbooms stammt. Von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf den Fluß und das im Wasser gelegene Stadtviertel Belen. Während des Spazierganges kann man verschiedene historische Stätten, Gaststätten oder Kaffeehäuser besuchen. Der Name verweist auf die in Pazifikkrieg gegen Chile gefallenen peruanischen Helden. Heute verfügt der renovierte Boulevard über breite Bürgersteige, kleine Plätze mit Gartenanlagen und einen einzigartigen Brunnen, der an die Biovielfalt und die Legenden der Amazonaregion erinnert.

Städtisches naturwissenschaftliches Museum

Napo 224. Tel. (065) 234272. Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:00-19:00; Sa 8:00-13:00. Ausgestellt werden ausgestopfte in der Region heimische Tiere und eine Sammlung hiesiger Kunsthandwerksobjekte.

Das Amazonas Museum
Malecón Tarapacá 386. Tel. (065) 231072 (Präfektur) 234031 (INC). Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:00-13:00 und 15:00-19:00; Sa 9:00-13:00. Dieses Museumsgebäude wurde im Jahr 1863 errichtet und zeichnet sich aus durch die vielen großen mit starken Gittern gesicherten Fenster mit Spitzbögen, die mit Holzschnitzereien verzierten Innenwände und die in der damaligen Zeit üblichen Möbel für den täglichen Gebrauch.Zu sehen ist auch eine Sammlung von über 80 Skulpturen aus Glasfasermaterial in Lebensgröße mit den verschiedenen ethnischen Gruppen der Ureinwohner im peruanischen, brasilianischenund venezuelanischen Amazonas, sowie eine Fotosammlung aus der Geschichte der Stadt Iquitos. Das Gebäude beherbergt gleichzeitig auch das Militärmuseum.

Die Amazonas Bibliothek
Malecón Tarapacá 354. Tel. (065) 242353. Öffnungszeiten: Mo 15:30-18:45; Di-Fr 8:30-12:15 und 15:30- 18:45; Sa 9:00-12:00. Hier findet man verschiedene Bücher, Fotoarchiv, Zeitungsarchiv, Filmarchiv, Kartenarchiv, Gemäldesammlung, eine Ausstellung von historischen Objekten und eine Sammlung von alten Bibeldrucken. Vor allem aber spezialisiert sich das Museum auf regionale Themen. Im Jahr 1873 wurde das ursprüngliche Gebäude mit nur einem Stockwerk errichtet, aber im Jahr 1903 wurde der zweite Stock nachträglich aufgesetzt. Auffallend sind die großen mit Eisengittern geschützten Fensterfronten.

Der Ort und der Hafen Belén
Dieser Ort liegt am linken Flußufer des Itaya Flusses südöstlich der Stadt Iquitos und sollte am besten morgens besucht werden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dieser Ortes gegründet. Hier findet man noch die traditionelle Bauweise der Region mit Wohnhäusern die bei hohen Wasserständen wie ein Floß auf dem Wasser treiben. Mit der Zeit und auch wegen der steigenden Einwohnerzahl des Ortes hat man die Bauweise verändert: Heute baut man festverankerte zweistöckige Gebäude auf runden Pfählen. Bei Niedrigwasser kann man beide Stockwerke bewohnen, bei Hochwasser, wenn die niedrig gelegenen Ortsteile von Belen überflutet werden, wird nur der obere Stock genutzt. Dann bewegen sich die Einwohner des Ortes in Booten und Kanus fort, weshalb der Ort auch als das "Venedig der Region Loreto" bekannt ist. Man kann von hier aus im Boot Besichtigungen entlang der Flüsse Itaya und Amazonas buchen. Belen besteht aus zwei Zonen: die höher gelegene Zone mit dem gleichnamigen Marktplatz, wo die wichtigsten örtlichen Produkte gehandelt werden, und die niedrig gelegene Zone mit dem informellen Hafen, wo ein reger Handel mit verschiedenen Produkten aus dem Regenwald stattfindet. Heute findet man auch zunehmend Gebäude aus Edelhölzern.

Das Fremdenverkehrszentrum Quistococha
Dieses liegt beim km 7 der Straße Iquitos-Nauta, südöstlich der Stadt Iquitos (30 Minuten im Auto). Öffnungszeiten: Mo-So 8:00-17:00 Dieser Komplex am SeeLaguna Quistococha (369 ha) verfügt über natürliche Waldbestände und einen künstlichen Strand am See, wo die Besucher sich am weißen Sandstrand baden und sonnen können oder die herrliche Landschaft genießen können. Man kann dort Ruderboote mieten oder in der Umgebung eine Wanderung machen.

Puerto Almendra
12 km weit von der Ausfahrt des Flughafens von Iquitos (im Auto 30 Minuten) findet man einen Abzweig ins 100 Meter entfernte Quistococha. Dort befindet sich der botanische Garten Arboretum El Huayo, der vom forstwirtschaftlichen Lehr- und Ausbildungszentrum Puerto Almendra betrieben wird. In der Anlage findet man verschiedene typische Gehölze aus der Region des Flußtals Nanay. Außerdem werden ökologische Erkundungen, Wanderungen und Besuche bei den landwirtschaftlich genutzten Parzellen der Region angeboten.

Der See Lago Zungarococha
Dieser liegt 12 km weit von der Ausfahrt des Flughafens von Iquitos (im Auto 30 Minuten) Der See liegt am rechten Ufer des Flusses Nanay und ist hervorragend zum schwimmen oder für Kanufahrten durch die herrlichen Landschaften geeignet. In der Nähe des Sees liegt ein kleiner Weiher mit Namen Laguna de Corrintillo, wo man die hier heimischen Speisen kosten kann.

Der Ort Santo Tomás
Dieser liegt 16 km südwestlich von Iquitos (45 Minuten im Auto). Der Ort liegt am Ufer eines Wasserkanals der den Fluß Nanay mit dem See Lago Mapacocha verbindet und bietet Möglichkeiten zum Wasserskifahren, Bootsfahren oder Kanufahren. In der Nähe des Ortes befindet sich auch eine interessante Moto Cross Anlage. Diese Region wird von Einheimischen des Stammes der Cocama Cacamilla besiedelt, die sich traditionell vor allem der Fischerei und der Töpferei widmen.

Der Ort Santa Clara
Dieser liegt 12 km südlich von Iquitos am Ufer des Flusses Nanay (30 Minuten im Auto). Man nimmt einen Abzweig 500 m vor Erreichen des Flughafens. Zur Trockenzeit (Juli bis November) wenn der Pegelstand des Flusses Nanay niedrig ist, bilden sich bei diesem Ort, wie auch an anderen Orten in der Region, herrliche weiße Sandstrände, wo man bestens schwimmen und sonnenbaden oder auch zelten kann. Santa Clara ist einer der schönsten Orte in der Umgebung von Iquitos.

Der See Lago Rumococha
Dieser liegt 4 km von der Ausfahrt des Flughafens von Iquitos (im Auto 15 Minuten) am Ufer des Flusses Nanay. Der See hat die Form eines geschlossenen Bogens und zeichnet sich aus durch sein ruhiges Wasser und seinen Fischreichtum der das Angeln ermöglicht.

Kunsthandwerkmesse Mercado Artesanal de San Juan
Av. Abelardo Quiñónez, km 4,5. Auf dieser Messe findet man eine große Vielfalt von Kunsthandwerk aus der Region, darunter aus Pflanzenfaser hergestellte Webereien, Holzschnitzereien, verschiedene Töpferarbeiten mit typischen Motiven, Malereien auf “Llanchama” (eine Baumrinde), typische Trachten, Kunsthandwerk aus Leder und hiesige Getränke. Ebenso gibt es eine Anlage in der Ausstellungen der Kunstwerke aus dem Amazonas stattfinden können und ein Amphitheater aus Holz für künstlerische Aufführungen.

Der Hafen Embarcadero Bellavista Nanay

Der Hafen rechten Ufer des Flusses Nanay, nördlich von Iquitos (10 Minuten im Motorradtaxi). Von dort aus legen die Schiffe ab, um die verschiedenen Stämme der Volksgruppen der Bora in San Andres und die Bauerndörfer Padre Cocha und Manacamiri zu besuchen. Dort werden für die Touristen hiesige Traditionen aufgeführt. Man kann dort auch Boote mieten, um den Fluß Nanay zu befahren und die nahegelegenen Dörfer zu besuchen.

Der Ort Padre Cocha
Dieser liegt 20 Minuten im Motorboot vom Ort Bellavista entfernt am linken Ufer des Flusses Nanay. In diesem Ort der Kunsthandwerker, leben die Angehörigen des Stammes der Cocama Cocamilla, die sich vorwiegend der Herstellung von Töpfereiwaren widmen. Von dort aus kann man den Stamm der Bora besuchen oder die Schmetterlingszucht Pilpintuwasi.

Schmetterlingszucht Pilpintuwasi

Diese Farm liegt 15 Minuten Fußmarsch von Padre Cocha entfernt. Öffnungszeiten: Di-So: 9-17:00. Die letzte Führung beginnt jeweils um 16:00 h. Das Wort Pilpintuwasi stammt aus der Quetschuasprache und bedeutet soviel wie "Haus der Schmetterlinge". Hier findet man über 40 verschiedene exotische Schmetterlingsarten in einer einmaligen Umgebung, umgeben von Wasserfällen und tropischen Pflanzen. Beim Besuch kann man den interessanten Prozeß der Fortpflanzung der Schmetterlinge kennenlernen, aber auch Heilpflanzen und verschiedene Zierpflanzen, Vögel, Affen, Tapir, Ameisenbär und andere.

Das Volk der Bora im Ort San Andrés
Ausgangspunkt ist der Hafen Bellavista am Fluß Nanay. Mit dem Schnellboot führt die 20 Minuten lange Reise über die Flüsse Nanay und Momon. Der Ort liegt am Ufer des Flusses Momon. Die Einwohner stammen aus der Region am Oberlauf des Putumayo an der Grenze zu Kolumbien, siedelten sich aber zur Zeit des Kautschukbooms hier an. Trotzdem sind die alten Bräuche und Gewohnheiten, die Festlichkeiten und Zeremonien, die Mythen und Legenden der ehemaligen Heimat noch immer lebendig. Charakteristisch sind die Tänze mit Körperbemalung, ein klassisches Motiv ist dabei bei Männern und Frauen eine stilisierte Schlange. Die wichtigsten Feste vor Ort sind “Fiesta del Pijuayo” und “Danza de la Viga”, bei denen Masken getragen werden, die mythische Wesen darstellen. Die Tänze symbolisieren mythische Episoden über die Entstehung der Welt, des Menschen und der Kultur des Stammes der Bora. Man kann hier auch das in der Zone hergestellte Kunsthandwerk erwerben.
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► Provinz Requena
Der Ort Requena
Dieser Orte liegt 157 km von Iquitos entfernt, dort wo die Flüsse Tapiche und Ucayali zusammenfließen (19 Stunden im Schnellboot) Dort befindet sich eine Kathedrale, die unter der Leitung des ersten Vikars Luis Arroyo errichtet wurde. Dort stehen alle möglichen Dienstleistungen für Touristen zur Verfügung.

Der See Lago Avispa
Von Requena aus erreicht man diesen See mit dem Schnellboot (8 km / 20 Minuten), mit gewöhnlichen Booten (8 km / 1 Stunde) oder bei Niedrigwasser in den Monaten Juni bis Septemberauch zu Fuß (2,5 km / 30 Minuten). Der 5 Meter tiefe See mit seinem 6 ha großen Wasserspiegel und ist auch einer der Zuflüsse des Flusses Tapiche, der sich mit vielen Krümmungen durch die Landschaft schlängelt. Da dieser Fluß nahe bei Requena vorbei fließt wird er häufig von der hiesigen Bevölkerung zum Schwimmen, Bootsfahren und Angeln besucht. Im Wald gibt es in dieser Region sehr viele verschiedene Baumarten und herrliche Landschaften. Hier gibt es einen großen Fischreichtum, darunter hiesige Arten wie zum Beispiel Boquichico, Yulilla, Palometa und Sardine, sowie verschiedene Wasservögel.
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► Provinz Ucayali
Der Ort Contamana
Dieser liegt 431 km von Iquitos entfernt (3 Tage) oder 12 Stunden im Boot von Pucallpa am rechten Ufer des Flusses Ucayali. In der Sprache der Shipibo Indianer bedeutet dieser Name auch "Hügel mit Palmen". Heute ist der Hafen der Stadt einer der wichtigsten in der Region. Dienstleistungen für Reisenden stehen hier zur Verfügung.

Der Aussichtspunkt im Stadtteil Barrio de Jerusalén
Dieser 30 Meter hohe Hügel liegt am Ufer des Flusses Ucayali südlich von Contamana und ist Teil des Gebirges Cordillera Azul. Von dort aus kann man manchen einzigartigen Sonnenaufgang oder -untergang in diesem herrlichen Ökosystem mit seiner Tier- und Pflanzenwelt erleben.

Der Ort Aguas Calientes
Dieser liegt 22 km auf einem befestigten Weg entlang nordöstlich von Contamana. An diesem Ort entspringen etwa 20 verschiedene schwefel- und eisenhaltige Heilquellen, deren Wasser mit einer Temperatur zwischen 40ºC und 90ºC aus der Erde tritt. In der Nähe dieser Thermalquellen liegt die sogenannte “collpa de guacamayos” (Papagayensee), wo große Schwärme von Vögeln leben, die dort die schwefelreiche Erde picken.

Der See Lago Chia Tipishca
30 Minuten im Schnellboot von Contamana. Dieser See liegt am linken Ufer des Flusses Ucayali. Das blaue fischreiche Wasse des Sees ist der ideale Ort zum Angeln, Bootfahren, Kanufahren und für andere Betätigungen. Am Flußufer leben Angehörige des Stammes Shipibo Conibo, die kunstfertige Handwerker sind und Tonarbeiten, Malereien und Stickereien herstellen.
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► Provinz Ramón Castilla
Der Ort Caballococha
Dieser liegt 311 km von Iquitos entfernt am rechten Ufer des Flusses Amazonas, in der Schlucht Caballococha, beim Amazonasdreieck (2 Tage im Boot). Sowohl die Stadt als auch die gesamte Provinz sind von großer Bedeutung wegen ihrer Grenznähe zu den Ländern Brasilien und Kolumbien. Dienstleistungen für Touristen stehen zur Verfügung.

Der See Lago Cushillococha
Dieser liegt 6 km südlich von Caballococha und 3 Stunden von der Grenze zu Kolumbien und Brasilien entfernt. Bei Hochwasser ist der See ausschließlich auf dem Wasserweg erreichbar. Dieser See ist gleichzeitig ein Zufluß des Amazonas. Dort kann man Kanufahren, Wandern, Fischen oder Schwimmen. Das relativ dunkle Wasser des bis zu 8 Meter tiefen Sees ist sehr artenreich. Man findet hier unter anderem: grauen und roten Bufeo, Sábalo, Boquichico und Yulilla. Am Ufer liegt eine 1700 Einwohner starke Gemeinde mit dem Namen Cushillococha, wo Angehörige des Stammes der Ticuna leben, die in einer Selbstversorgerwirtschaft von Landwirtschaft, Fischfang, Jagd und Sammlung von Waldprodukten leben. Sie sind eifrige Kunsthandwerke und produzieren Produkte aus Fasern von Chambira, zum Beispiel Hängematten und geflochtene Taschen.

Der Ort Pevas
Dieser liegt am Ufer des Flusses Ampiyacu, etwa 500 Meter bevor dieser in den Amazonas mündet. Der Ort wurde im Jahr 1735 gegründet, ursprünglich am Ufer des Flusses Sisita, wurde dann aber an den heutigen Standort verlagert. In der Stadt kann man das Haus der Kunst (Casa del Arte) besuchen, einen Galerie mit Werken des bekannten Malers Francisco Grippa aus der Stadt Thumbes, der vor allen die Bräuche aus dem Amazonas bildlich darstellte. Von dem Haus aus kann man den Ort, die Flüsse Ampiyacu und Amazonas, den Regenwald des Amazonas und herrliche tropische Sonnenaufgänge und -untergänge bewundern.

500 Meter vom Hauptplatz entfernt liegt ein Bach mit Namen “El Chorro”, der dem Ort auch mit Wasser versorgt. Ein Brauch sagt "wer von diesem Wasser trinkt, bleibe für immer in Pevas". Von Pevas aus kann man Ausflüge zur Erkundung des Flusses Ampiyacu unternehmen und die Gemeinden der Einheimischen Stämme Yaguas, Boras, Huitotos und Ocainas kennenlernen. Diese Stämme haben ihre Folklore und Bräuche erhalten und sind sehr kunstfertig bei der Herstellung von Geweben aus pflanzlichen Fasern (Taschen und Hängematten), Rudern und Körben. Man kann auch Wanderungen in die Umgebung bis hin zur Mündung des Flusses Sisita unternehmen, um die Tier- und Pflanzenwelt des Amazonas zu beobachten.
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► Provinz Loreto
Nauta
Dieser Ort liegt 115 km auf dem Wasserweg von Iquitos entfernt am linken Ufer des Flusses Maranion, etwa sieben Meilen von der Stelle, wo dieser mit dem Fluß Ucayali zusammenfließt. Nauta wurde im Jahr 1830 gegründet und ist einer der ältesten Orte im peruanischen Amazonasbecken. Aufgrund der strategisch günstigen Lage in der Nähe des Zusammenflusses (ein beeindruckendes Naturschauspiel) hat dieser Ort einen große Bedeutung und ist deshalb ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum. Die wichtigsten Dienstleistungen für Reisende stehen hier zur Verfügung.

Der Fluß Amazonas
Der Amazonas entspringt auf einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel aus dem Gletscher des Mismi (bei der Stadt Arequipa) und fließt durch die Weiten des tropischen Regenwaldes. Der insgesamt 4500 Kilometer lange Amazonas hat 500 Zuflüsse und ist zwischen 4 und 6 Kilometer breit. Ein Großteil des Flußbettes ist nicht klar abgegrenzt, sondern besteht eigentlich aus einer Vielzahl von kleineren Wasserläufen, die ein Netzwerk mit zahlreichen Inseln dazwischen bilden. Das wasserreiche hydrographische Einzugsgebiet des Amazonas bildet so den wasserreichsten Fluß der Welt. Entdeckt wurde dieser Fluß im Jahr 1542 von dem Spanier Francisco de Orellana. Die Stadt Iquitos bietet viele Möglichkeiten den Amazonas gut zu bereisen, deshalb ist hier die Drehscheibe für den Fremdenverkehr zu der enormen Biovielfalt der Tier- und Pflanzenwelt des Amazonas entstanden, ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Erkundungsfahrten mit Kreuzfahrtschiffen zu den verschiedenen Zuflüssen des Amazonas und zum Naturpark Pacaya Samiria.

Einige dieser Touren führen sogar bin in die Nähe der Grenzen zu Kolumbien oder Brasilien. Man kann auch die Gemeinden der Ureinwohner von den Stämmen der Boras, Yahuas und Witotos in Pucaurquillo besuchen, sowie einige Bauerngemeinden.

In der Umgebung findet man meist Unterkünfte für Ökotouristen für jeden Geschmack: von komfortablen Unterkünften (mit Klimaanlage) bis zu spartanischen Unterkünften für abenteuerlustige Urlauber. Diese Oasen mitten in der Weite des Regenwaldes sind für den Reisenden Ausgangspunkt für Wanderungen zum Kennenlernen von Heilpflanzen, zum Besuch von einheimischen Gemeinden und zur Beobachtung von Vögeln. Man kann auch Ausflüge in den sogenannten Canopy Walkways (Hängebrücken auf der Höhe der Baumwipfel) machen und dort die Schönheit der Pflanzenwelt im Amazonas genießen.

Der Naturpark Pacaya Samiria
Der Park liegt 183 km südwestlich von Iquitos. Der kürzeste Weg führt über Land von Iquitos nach Nauta und dann auf dem Wasserweg von Nauta bis zum Ort 20 de Febrero (15 Stunden im Boot, 4 Stunden im Schnellboot). Für den Besuch braucht man eine Genehmigung von INRENA und muß die entsprechende Zahlung nachweisen. Der Park umfaßt einen Großteil der Provinzen Loreto, Requena, Ucayali und Alto Amazonas und erstreckt sich auf einer Fläche von 2.800.000 ha. Somit ist er einer der größten des Landes und in Südamerika. Er gilt auch als die größte Waldfläche in Überschwemmungsgebieten im Amazonas, die unter Naturschutz steht. Begrenzt wird der Park von den Flüssen Maranion im Norden und dem Ucayali-Canal de Puinahua im Süden.

Im Inneren des Naturparks gibt es drei hydrographische Einheiten: Pacaya, Samiria und Yanayacu-Pucate. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Gewässer, Schluchten und Quellen. Die monatliche Durchschnittstemperatur schwankt zwischen 20°C (68ºF) und 33°C (91ºF) und die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei durchschnittlich 2000 bis 3000 Millimeter. Dieses Klima bietet hervorragenden Voraussetzungen für die Entwicklung einer außergewöhnlichen Biovielfalt: 449 Vogelarten, 102 Säugetierarten (darunter der rosa Delphin), 69 Reptilarten, 58 Amphibienarten, 256 Fischarten und 1024 Pflanzenarten die wird wachsen oder kultiviert werden. Das Naturschutzgebiet bietet verschiedenen gefährteten oder vom Aussterben bedrohten Arten einen Unterschlupf: zum Beispiel Podocnemis expansa, Ateles sp., Flußlöwe (Pteronura brasiliensis), Ara (Ara macao) und Zeder (Cederla odorata), usw.

Es gibt verschiedene Projekte zum Schutz und zur schonenden Nutzung dieser natürlichen Ressourcen, zum Beispiel die Wiederansiedlung von Charapas und Taricayas an künstlichen Uferstränden in Naturschutzgebiet. Es ist beeindruckend, den Fortschritt des Prozesses zu beobachten, wenn am Ende die Brut in den Flüssen, Bächen oder Seen des Gebietes ausgesetzt wird. Wichtig ist dabei immer die integrale Entwicklung unter Beteiligung der örtlichen Bevölkerung. In den Randbereichen des Parks Pacaya Samiria an den Ufern der Flüsse Maranion und Ucayali, leben derzeit über 42.000 Menschen verteilt auf 94 Orten, weitere 50.000 Menschen siedeln in 109 Orten außerhalb in der Nähe des Naturparks. Fast alle widmen sich der Fischerei, Landwirtschaft, Jagd und dem Sammeln von Waldprodukten.

Der Naturpark Allpahuayo–Mishana
Anreise erfolgt von Iquitos aus 26,5 km über die Straße Iquitos-Nauta (30 Minuten im Auto). Vom Hafen Bellavista in Nanay aus sind es je nach Motorisierung des Bootes weitere 2 bis 3 Stunden. Dieser Naturpark ist nur 58.000 ha. groß und schützt die größte Fläche im peruanischen Regenwald mit Wäldern aufweißen Sanden (genannt "Varillales"). Dort leben zahlreiche einzigartige Pflanzen und Tiere. Im Naturpark wird auch der von den dunklen Wasser des Nanay überflutete Wald geschützt, der einzigartig im peruanischen Amazonas ist. Dieses Naturschutzgebiet verfügt über eine besonders große biologische Vielfalt, darunter zahlreiche Pflanzenarten und heimische Tierarten, die sonst kaum an anderen Orten vorkommen, viele davon sind sogar noch nicht einmal wissenschaftlich registriert. Bis heute wurden in dem Park 1780 Pflanzenarten, 522 Schmetterlingsarten, 155 Fischarten, 83 Amphibienarten, 120 Reptilarten, 476 Vogelarten und 145 Säugetierarten gezählt. Besonders zu erwähnen sind vor allem zwei heimische Affenarten: Pithecia aequatorialis (in Peru Huapo ecuatorial) und Callicebus lucifer (in Peru Tocón negro) und noch immer werden neue Tier- und Pflanzenarten hier entdeckt.

Bezüglich der Vogelarten sind zwei Dutzend Arten zu erwähnen, die ausschließlich in den Wälder mit weißem Sand heimisch sind und sogar in Peru bis vor kurzem unbekannt waren. In den vergangenen fünf Jahren wurden von der Wissenschaft vier neue Vogelarten in den Wäldern mit weißen Sand entdeckt: drei Arten von ameisenfressenden Vögeln (Herpsilochmus gentryi, Percnostola arenarum und Myrmeciza castanea) und eine mückenfressende Art (Zimmerius villarejoi). Eine fünfte Art ist noch immer nicht vollständig wissenschaftlich beschrieben (Polioptila clementsi). Dazu kommen Arten, von denen man nicht wußte, daß diese in Peru vorkommen: zum Beispiel Xipholena punicea (bella cotinga) und Neopelma chrysocephalum (manakin).
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Hauptbüro: Jr. Rio de Janeiro 216 - 218 Miraflores, Lima - Peru • Telefon: (511) 610-6000 / (511) 421 - 3992 • e-mail: mharbaum@mac.com
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